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 der youtube - Kanal    von Frank Baier -  
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 Wikipedia - Frank Baier

              https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Baier

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Frank Baier (* 12. Februar 1943 bei Braunschweig) ist ein deutscher Volkssänger und Liedermacher, Musiker, Autor und Ingenieur,
der heute im Ruhrgebiet in einer Zechensiedlung lebt und arbeitet.

Frank Baier lebte ab 1949 im Ruhrgebiet und wuchs in Essen-Frohnhausen auf.
Er absolvierte die Ausbildung zum Werkstoffprüfer in der Gießerei des Stahlerzeugers Krupp in Essen.  Anschließend studierte er Verfahrenstechnik an der Hochschule Niederrhein / Krefeld
mit dem Abschluss als Ing. grad.

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assoverlag  - das Buch  -                       wir arbeiten dran   !!
                                            "Tanze das Leben" -  Frank Baier

alle Texte & Lieder  von Frank Baier  - schon gepresst  -  bis   -  unveröffentlicht   -  von 1970  -  2015

assobuch cover2 Entwurf  

           cover - entwurf - apr 2017

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  "Wat`n Theater man "      - der neue song von Frank
       Premiere :    Ruhrfestspielhaus - Recklinghausen  -   am   1. Mai 2017    ( playback)

 

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"die Moritat vom Häuser Mord"   

Bruckhausen -       Beispiel oder Machtspiel

BruckhausenSchC3B6ner950  Austellung am Son. 12 märz17 Eröffnung 12uhr30

 

  Ausstellung -   Podium -    Diskussion -     Konzert

    wo ?              Kulturkirche Liebfrauen  -   König-Heinrich-Platz -   47051 Duisburg

Konzert      am              24. März 2017 -  19uhr30
 mit  Duo Folka-Polka  -               Klaus der Geiger  - 
           Frank Baier  &  PW Krise

Ausstellung -    Eröffnung am      Son.  12. März 2017 - 12uhr30

       Podium   -   Diskussion  -  21.märz17 - 19uhr30
mit :  Michael Höhn, Prof. Dr. Christof Zöpel, Turhan Senel, Heiner Maschke
vorauss. Markus Hagedorn , Prof Roland Günter, Katrin Gems
Moderation : Prof. Theodor Grütter, RuhrMuseum auf Zeche Zollverein, Essen

    

Konzertabend       über verschämten und unverschämten Ungehorsam der Bürgerinnen

              beim Häuser- und Siedlungsabriss, angesichts strahlender atomarer Zukunft,

  gegenüber Umweltzerstörung und politischer wie bürokratischer Willkür.

    
    Es
singen und spielen:

      Klaus der Geiger (Köln),  das Duo FolkaPolka   und
      
                                                          Frank Baier &  PW Krise

      www. kulturkirche‑  liebfrauen. de

Konzert 24.März 2017 Bruckhausen                 
          "die Moritat vom Häuser Mord"   
                                                                                           -   Text  : Thomas Rother  
BruckhausenSchC3B6ner950
  
  

Moritat vom Häusermord  
                                          
                                                                                 Text :
Thomas Rother

Kennst Du Bruckhausen am Vater Rhein?
Wird lange nicht mehr Bruckhausen sein,
heißt Abbruchhausen, kein Einzelfall,
und Abbruchhausen ist überall.

Refrain:

Hör Vater Rhein das Klagewort
von diesem großen Häusermord.
Sie machen unsre Häuser platt und reißen unsren Stadtteil ab
als wär er ein Kalenderblatt:   Ich hab es satt!

 

Ach Vater Rhein , in Duisburg Nord  
blasen die Planer zum Häusermord,
kein Fluch hilft, Himmel, Arsch und Zwirn,
der Bagger wütet samt Abrissbirn !
   

 

Die alten Häuser, so geliebt,
werden jetzt durch den Schredder gesiebt,
sie warn das Zuhaus, gerne bewohnt,
sind nun verplant und nicht mehr geschont.

 

Nach hundert Jahrn, oh welche Not,
Omas Häuschen der Baggertod droht.
Schrottkerle fleddern, es rechnet die Bank.
Abrisswahnsinn macht viele so krank.

 

Und wenns zerstört ist, wie zerbombt,
als Leichentuch ein Rasenstück kommt,
deckt Schande zu, liegt oben drauf.
Hört dann das Häuserermorden auf?

 

Kennst Du Bruckhausen am Vater Rhein?
Wird lange nicht mehr Bruckhausen sein,
heißt Abbruchhausen, kein Einzelfall,
und Abbruchhausen ist überall.

Refrain :

Hör, Vater Rhein das Klagewort
von diesem großen Häusermord.
Sie machen unsere Häuser platt
und reißen altes Leben ab,
als wär es ein Kalenderblatt:
                                            Wir haben wir satt!


              

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Thomas Rother  "grenzenlos"  -   assoverlag

Buch cover grenzenlos Th. Rother assoverlag   " die Moritat vom Häuser Mord"                     -                                                                                                            Text  : Thomas Rother       

idr - Informationsdienst Ruhr

07.12.2016, Essen, Kulturelles, Vermischtes

Essener Künstler Thomas Rother veröffentlicht Beiträge zum Jubiläum der Stilllegung Zollvereins

Essen (idr). "grenzen los" -
so sind die Beiträge und Gedanken des Essener Künstlers Thomas Rother u.a. zur Stilllegung der Zeche Zollverein vor 30 Jahren. Eben diesen Titel trägt auch das Buch, das Frank Münschke aus zahlreichen lyrischen und epischen Texten, fotografischen und anderen Dokumenten, zeitgenössischen Karikaturen und Bildern des Autors zusammengestellt hat.

Die Schwerpunkte der gesellschaftspolitischen Werke des Essener Schriftstellers und Künstlers Thomas Rother sind Fragen zu Unrecht, Krieg, Arbeitslosigkeit, und auch zu Liebe, Mut und Kinderlachen. Auf 272 Seiten leistet das Buch nicht nur einen Beitrag zu 30 Jahre Stilllegung der Zeche Zollverein, es wirft auch ein Licht auf deutsche Wirklichkeit als europäisches Bekenntnis.

Schon vor der Zechenschließung hat Thomas Rother dort als erster Künstler gearbeitet.
                                                                 Heute lebt er mit seiner Frau im "Kunstschacht Zollverein".

Infos: www.assoverlag.de

Pressekontakt:
assoverlag,
Ingrid Gerlach, Telefon: 0208-6290032, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Bruckhausen – Walzer

 Text und Musik: Frank Baier

1.  Dienstags ist in Bruckhausen immer BIB
hört sich verdammt lustig an – ist es auch  - obwohl einigen so langsam das Lachen vergeht
zuerst ging uns der ewige Dreck auf den Wecker,
wenn die nämlich bei Thyssen den Qualm abblasen -  da bleibt dir glatt die Luft weg

Bloß weil die keine Filteranlagen einbauen
sollen wir jedesmal vorm Abendbrot -  den Sand mit Besen und Kehrblech vom Tisch fegen.

Refrain :  Yulmas, mach dat Fenster zu - im Werk da wir gestochen
die Flamme lodert hell empor - ich hab den Koks gerochen - ich hab den Koks gerochen !

 2. Dann reden die dauernd von „Abreißen – Schandfleck!“
 um sich im Stadtrat schneller nach obenund im Werk in den Aufsichtsrat zu buckeln!
„ Is nich ! “ haben wir vom BIB gesagt: „Is nich !  Ein Hochfeld reicht uns! Von wegen verkommen lassen –
Ausländer rein, weil man die schneller rausschmeißen kann -   und dann Kahlschlach !   Kahlschlach ! “

Bloß weil die für ihre Werke Parkplätze brauchen
sollen wir aus unseren billigen Wohnungen rausgeschmissen werden
und so´n Stadtrat kriegt dafür die „Silberne Planierraupe  -  mit Eichenlaub und Spitzhacke“.

Refrain :  Kläre, hol den Farbtopf raus - jetzt malen wir Plakate:
„Abgerissen wird hier nicht! Renoviert hier Haus und Straße!“

3. War doch klar, daß bei der Sanierungspropaganda
dat große Muffensausen losging! Wat war?
-  Emma macht ihren Kramladen dicht
an den Häusern rieselt der Putz runter und die Gasrohre zischen.
Und der Onkel Doktor meint, er weiß nicht, was Staublunge auf Türkisch heißt, 
und schließt die Praxis!

Bloß weil die prophezeien: „Bruckhausen ist in fünf Jahren tot!“
Sollen wir uns gefallen lassen, wie man uns den Kran abdreht,
und die Wanne langsam leerlaufen läßt,  -  und uns hier den Spaß am Wohnen nimmt.

4. So langsam wird Bruckhausen wach – aus dem Dornröschenschlummer.
die Herren im Stadtrat werden schwach –   ATH kriegt Liebeskummer.

5. Wat ist nur mit den Bruckhausenern los – die lieben uns ja nimmer
welch Rechte sich der Bürger nimmt – das wird ja immer schlimmer

6. Jetzt feiern sie noch unverschämt – die Türken singen mit
mit Jung und Alt beim Stadtteilfest – hoch lebe BAB und BIB

7. Heinz-Gerd, jetzt spann die Ponys an – wir woll´n ´ne Runde drehen
für unser neues Bürgerhaus – Bruckhausen es soll leben!

Refrain:
Yulmas, mach dat Fenster zu - im Werk da wir gestochen.
die Flamme lodert hell empor   - ich hab den Koks gerochen.

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Ur – zustand  1
- und am Ende war die Erde wüst und leer -
Text:Frank Baier © Jan 1977

Am Anfang war die Erde wüst und leer
nur Urschlamm, Flechten, Tümpel
nur Dämpfe steigen auf, fast ist es Nacht und ringsumher
kein Mensch und kein Getier – hier ist kein Leben - 
ist kein Leben.

Und der Herr, der alles in der Hand hat und da oben sitzt
sprach: macht ruhig etwas Licht damit
wenn da mal Menschen sind, es ihnen nützt
und nicht so ganz im Dunkeln sie ihre Arbeit soll‘n verrichten

Wanderer, gehst du, falls dir nicht Angst und Furcht
hoch kriecht mit jedem Schritt, der dich von Ruhrort
dort vom Hafen, auf Marxloh zu, durch diese Schlucht
von Kokereien, Kühltürmen, Hochöfen führt.

Schütze dein Haupt vor Steinstaubschlag
werfe dein Gewand um Nase und Mund, deck die Augen ab
damit du weder erstickst noch geblendet wirst
wähle festes Schuhwerk.

 Erschrecke nicht, wenn große Rohre rauschen
über deinem Kopf
und unter dir die schmalen Flüsse
dampfend in der Erde
verschwinden,
so daß du niemals wissen kannst

woher das kommt, wohin das gehen werde.

Bleib unbeirrt, wenn aus dem Wasserdamp, der dich umgibt
ganz plötzlich riesig hoch und über dir die Flamme
aus drei großen Töpfen hell lodert und als Gas erstirbt
solch Zeichen – kein Symbol – und doch Naturgewalt?
Nein, kein Naturgewalt !

Denn wisse, was der Mensch erbaut hat,
das kann er auch
zerstören! Und noch mehr!
Die heilige Stadt, sie wurde auch nicht zerstört an einem Tag
will man es gründlich machen.
Erde zu Erde – Asche zu Asche – Staub zu Staub

Dich drängt, ich weiß, es weg von dem Bedrohenden
hin zu den menschlichen Gebäuden, weg von den
unmenschlichen, woher der Regen fällt
wo du dahinter doch den Rhein vermutetest

 Ein unterirdisch Gang * siehst du, ein Stollen führt dich in das Nichts
durch diese letzte Ader wirst du durchgespült
durch Tunnel, unter Brücken, an deren Ende durch den Dampf
siehst du was übrig blieb von Alsum

Alsum - Atlantis der Neuzeit – vom Stahl umspült
vom Stahl in die Tiefe gestampft
begraben unter Bergen von Schutt
durchbohrt von Trichtern und Rohren

Ein anderes Land ist hier, verwüstet
aufgerissen, zerstört, getötet
verbaut und ausgesaugt
Kläranlagen, Hallen, Rohrstraßen,
                                               Müllkippen bis hin zum Rhein
-
gebraucht und verbraucht bis zum Urzustand.

Und am Ende war die Erde wüst und leer
Nur Urschlamm, Flechten, Tümpel
nur Dämpfe steigen auf, und ringsumher
keine Mensch und kein Getier, hier ist kein Leben -
                                                                   ist kein Leben.

Und der Herr, der Thyssen,
                             der alles in der Hand hat und oben sitzt
sprach: macht ruhig etwas Licht, damit
wenn da mal Menschen sind, es ihnen nützet
und nicht so ganz im Dunkeln sie ihre Arbeit solln verrichten.

Und das ist der Grund,
                               warum in Bruckhausen die Straßenlaternen
noch heute brennen Tag und Nacht
Klein Ankara – Stadt der ewigen Lampen.  
                                                                                                 
12.Jan . 1977

 später:       1979

Und der Herr
Wanderer gehst du
Schütze dein Haupt
Erschrecke nicht
Bleib unbeirrt
Doch wisse
Dich drängt
Ein unterirdisch Gang
Ein anderes Land
Und am Ende war die Erde wüst und leer
Und der Herr, der alles in der Hand hat
Urzustand

Im Duisburger Norden gibt es mehrere Stadtteile, die innmittelbarer Nähe der Schwer-Industrie-Trasse längst des Rheines liegen.Hier geht es seit mehreren Jahren um Sein und Nicht-Sein – um Fressen und Gefressen werden.

Der frühere Ort Alsum am Rhein wurde zur Außenwelt hin abgeschnürt, durchbohrt und ausgeräuchert. Der letzte hartnäckige Bauer wurde von dem Großkonzern und Giganten „Thyssen“ eingekauft. Jetzt nagt der Industrie-Riese weiter am nächsten Stadtteil „Bruckhausen“. Hier sind bereits über die Hälfte der Bewohner Türken – im Volksmund „Klein Ankara“ genannt.

* Matena-Tunnel   - gesperrt 2015 -  zugeschüttet 2017

 

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 gefunden !!

in der Presse gefunden!!!!

Ruhrpott-Report - Vinyl zwischen Duisburg und Essen

 Vinyl zwischen Duisburg Essen Mint mag LP report

 


im eigenen Archiv gefunden !!

                                    -   ein Fundstück  -

eine Cass :   "Matinee der Liedersänger"    - WDR 2 vom  29. April 1979  -
Mitschnitt einer Radio-Sendung  ( wer - woher ? )  Moderation : Tom Schröder
Frank Baier - live - großer Sendesaal -  Funkhaus Köln - genau 60 min

 hier die Casstte aus dem Lied-Archiv  -       ( schlummert die 38 Jahre zwischen meinem Archiv-Material rum ...)

Cass WDR Matinee 1979

dat is ne CD wert !  oder  ?
hervorragendes Konzert -                    Moderator Tom Schröder -  locker wie immer - wir lachen
Frank Baier gut drauf,  sehr präzise und textsicher - gutes Programm *  :   ( siehe CD - Titel unten)
"Lieder aus dem Ruhrgebiet -   Frank Baier"  -  1979               -  ein Geschenk  -

Publikum reagiert klasse -  ein gute WDR 2 - Sendung - morgens von  11 - 12uhr im Sendesaal
so könnte die CD aussehen  ( hat der Dietmar schon mal entworfen) - is doch `n Leckerbissen..

CD label set liste

cover WDR Matinee 79

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 Das ZPKM zu Besuch bei Frank Baier -    Artikel im Folker 2/2017

Liedersammlungen und Nachlässe gesucht

Das ZPKM zu Besuch bei Frank Baier

Geschichte in Liedern

Das Zentrum für populäre Kultur und Musik (ZPKM) an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - vormals Deutsches Volksliedarchiv Freiburg -

hat einen Sammlungsaufruf an Liedsängerinnen und -sänger, Volksmusikanten und Musiker aus der Folkszene in Ost- und Westdeutschland gestartet. Gesucht werden private Sammlungen und Nachlässe vom politischen und sozialkritischen Lied bis zum Schlager. Diese sollen in die mehr
als hundert Jahre alten Bestände des deutschlandweit einzigartigen Archivs aufgenommen werden, wo sie dann Wissenschaftlern und Studierenden aus Freiburg und über das Internet weltweit zur wissenschaftlichen Auswertung zur Verfügung stehen werden.

TEXT:  MICHAEL ZACHCIAL

Michael Fischer und Frank Baier—  Foto: Michael Zachcial

Dr. Fischer Frank Baier 2

Aus diesem Anlass war Michael Fischer, der Leiter des ZPKM, Ende letzten Jahres zu Besuch bei dem Duisburger Liederma­cher Frank Baier, um dessen einzigartige, in mehr als fünfzig Jahren zusammengetragene Sammlung zu sichten und für die Aufnahme in das Freiburger Archiv vorzubereiten.

Kulturdokumente ersten Ranges
Bis an die Decke vollgestopft mit Aktenordnern, VHS-Cassetten, Fotos, Plakaten, Flugblättern und Briefen ist das kleine Zechenhäuschen in der Duisburg-Homberger Rheinpreußensiedlung, in dem Frank Baier seit den Achtzigerjahren wohnt und arbeitet. Die außergewöhnliche Sammlung enthält zahlreiche „Kulturdokumente ersten Ranges' so Michael Fischer, denn in Baiers Archiv befinden sich Lieder der Bergleute, die nach Fei­erabend oder bei geselligen Anlässen gesungen wurden, ebenso wie Lieder von Stahlarbeiterstreiks oder aus der Zeit der Roten Ruhrarmee. Zeitungsartikel, Fotos und Briefe erinnern an Auseinandersetzungen um den Erhalt ehemaliger Zechensiedlungen, an Konzerte in Gefängnissen mit Liedern, die durch den Austausch mit Jugendlichen in Fürsorgeein­richtungen und Vollzugsanstalten entstanden waren, oder an gemeinsame Auftritte mit Wolf Biermann, Hannes Wader und Ton Steine Scherben mit ihrem charismatischen Sänger Rio Reiser.

Ein besonderes Zeitdokument ist die 1978 erschienene LP Bauer Maas - Lieder gegen Atomenergie, aus deren Einnahmen der Landwirt Josef Maas einen großen Teil der Prozesskosten gegen den Bau des schnellen Brü­ters in Kalkar finanzieren konnte, zwei Jahre vor Gründung der späteren Umweltpartei Die Grünen. Zu den Künstlern, die kostenlos Titel für das Album zur Verfügung stellten, gehörten neben Frank Baier seinerzeit auch die österreichische Band Schmetterlinge und Walter Moßmann.

1981 erschien ein ähnliches Projekt. Schöner Wohnen - abber fix enthielt neben drei Titeln von Baier auch drei Lieder von Geier Sturzflug, die ein Jahr später mit „Bruttosozialprodukt" einen Nummer-eins-Hit in Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten und eine der erfolgreichen Engagement


Im Archiv von Frank Baier 

                                       

, die von Laien und Profis, Arbeitern und Hausfrauen, Schülern und Lehrern gelebt und geschaffen wurde.
Michael Fischer, der die fünfhundert Kilometer von Freiburg nach Duisburg an einem eigent­lich freien Wochenende fuhr, ist sichtlich beeindruckt und glücklich, eine solche Sammlung nach Freiburg holen zu können, damit Studenten, Wis­senschaftler und Musiker aus der ganzen Welt darin stöbern und darüber forschen können.

Fundgrube für jeden Musiker
Während das Freiburger Archiv auf diese Art erweitert wird, ist der größte Teil der etwa 250.000 dort vorhandenen Liedbelege, die zwischen 1914 und 1930 gesammelt und in mehr als 20.000 Arbeitsmappen geordnet wurden, bisher unveröffentlicht. Einiges davon erscheint in den regel­mäßig veröffentlichten Jahrbüchern, zuletzt wurde die Sammlung der deutschsprachigen Liedflugschriften aus der Staatsbibliothek zu Berlin, des DVA Freiburg und des Österreichischen Volksliedwerkes Wien für das Internet aufbereitet. Für Musiker und andere Volksliedinteressierte ist es absolut empfehlenswert, ab und zu nach Freiburg zu fahren, um in der einzigartigen Fundgrube unweit des Hauptbahnhofs außergewöhnliche Entdeckungen zu machen. 1

Zuerst online erschienen auf chanson.de

  • frank-baier.de
    Wer der ZPKM-Sammlung Material zur Verfügung stellen will, kann sich direkt an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon 0761-7050315 wenden.

FOL° 2.17

 

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Menschen -  Lehrer - frühe Weggefährten
wird später eigener blog
siehe :    http://2015.frank-baier.de/index.php?id=137